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Norton Commando Modelle



Fastback, 750ccm Motor, gebaut 1967 - 1973

Obwohl die erste Commando Ende 1967 erschien, wurde diese noch nicht Fastback genannt. Dies war erst mit dem Erscheinen der anderen Commando Modelle der Fall. Bei frühen Commandos erwies sich der Rahmen als schwach. Dieser Punkt wurde mit einem zusätzlichen Rohr welches zum Lenkkopf geführt wurde behoben. Eine Neugestaltung im Jahr 1970 bescherte der Fastback Mkll den hochgezogenen Gegenkonus Auspuff, welcher den bis dahin verwendeten Atlas Typ ablöste. Nur vier Monate später erschien die Mklll, mit mehreren Änderungen einschließlich modifiziertem Mittel- und Seitenständer und breiterem Vorderreifen. Die MklV,welche im Januar 1972 erschien, hatte eine Scheibenbremse vorn und Blinker. Die Produktion endete im Frühjahr 1973. Die Fastback wurde nie mit dem 828ccmm Motor angeboten.


Fastback LR, 750ccm Motor, gebaut 1971 - 1972

Die Fastback Long Range ist eine seltene Variante, die ab 1971 nur 2 Jahre produziert wurde. Es wird geschätzt, dass nur ca. 400 Exemplare hergestellt wurden; Die meisten davon wurden nach Australien exportiert. Die Maschine war praktisch identisch mit dem Fastback Modell der gleichen Ära mit Ausnahme des Benzintanks im Atlas Stil. Die Farbauswahl war rot oder grün. Die Sitzbank entsprach bis auf die Seitenflügel der regulären Fastback.


R Type, 750ccm Motor, gebaut 1969

Die "R" wurde zur gleichen Zeit wie die "S" eingeführt und debütierte im März 1969. Sie war für den amerikanischen Markt bestimmt und war mehr als Street Scrambler gestylt. Ihr Styling hatte etwas von der P11 und der Fastback, war aber in mancher Hinsicht ein Vorbote des kommenden Roadster Designs. Sie hatte einen hochgezogenen Lenker und einen kleinen 10 Liter Tank, war in blau oder rot erhältlich, und hatte im Gegensatz zur Fastback eine herkömmliche Sitzbank. Sie war auch in anderer Hinsicht, der Fastback sehr ähnlich. Die "R" hatte, mit Ausnahme der letzten Modelle, noch die ursprüngliche Zündung. Die "R" wurde ziemlich bald aus dem Sortiment genommen und heute ist eine sehr seltene Maschine, welche sich üblicherweise nur in den USA finden lässt.


S-Typ, 750ccm Motor, gebaut 1969 - 1971

Die "S" wurde im März 1969 eingeführt. Das Styling ist mehr auf den amerikanischen als auf den britischen Geschmack abgestimmt: Hoher Lenker, kleiner Benzintank, Gabeln ohne Faltenbälge und eine linksseitig hochgezogene Auspuffanlage. Diese machte wiederum den Anbau eines Hitzeschutzes für die Beine des Fahrers notwendig. Die Auspuffanlage ist etwas kürzer als die der Fastback, und gab der "S" somit eine etwas andere Leistungscharakteristik. Weitere Merkmale sind eine gesteppte Oberfläche der Sitzbank und eine verchromte "Crash bar" um den etwas kleineren Scheinwerfer. Die "S" war die Grundlage für die Roadster-Modell, welches bis auf die Auspuffanlage praktisch identisch mit der "S" war. Gemäss INOA Tech Digest wurden für die "S" Motorennummern zwischen 131257 und 135088 verwendet.


SS-Typ, 750ccm Motor, gebaut 1970 - 1971

Die "SS" wurde 1970 eingeführt, und wurde bis 1971 hergestellt. Die "SS" war im wesentlichen ähnlich der "S". Bei der "SS" wurde aber der Auspuff jeweils links- und rechts-seitig nach hinten geführt. Die INOA Tech Digest besagt, dass für die "SS" Motorennummern zwischen 145234 bis 150723 verwendet wurden.


Production Racer, 750ccm Motor

Die Production Racer der frühen 1970er Jahre wurde wegen ihrer gelben Verkleidung und des gelben Tanks schnell als "Die gelbe Gefahr" ( the yellow peril ) bekannt. Die Production Racer wurde im Performance-Shop in Thruxton, nicht weit weg von Andover, zusammengebaut. Die für diese Maschine speziell entwickelten Teile wurden unter dem Namen Norvil verkauft. Der getunte Motor führte dann zur Einführung des Combat Motors im Jahr 1972. Die Production Racer wurde nur in kleinen Stückzahlen produziert, und echte Production Racer sind eine Rärität. Replica-Versionen dieser Maschinen werden noch hergestellt und sind käuflich zu erwerben.


Roadster, 750ccm Motor, gebaut 1969 - 1973. Mit 850ccm Motor gebaut 1973 - 1977

Die Roadster wurde für die Saison 1970 vorgestellt und folgte der "S" des Vorjahres und der Fastback der Jahre davor. Sie übernahm das Styling der "S" aber mit einer konventionellen Auspuffanlage, und wurde zusammen mit der Fastback zum Hauptumsatzträger der Reihe. Im Jahr 1971 wurde eine Mkll angekündigt, welche größeren Reifen und eine Dämpferkissen Hinterradnabe hatte. Im Jahr 1972 wurde das Kurbelgehäuse geändert und eine Scheibenbremse vorne montiert. Dies war im selben Jahr, in welchem der unglückliche Combat Motor verbaut wurde. Die kurze Lebensdauer des Motors, die totale Zerstörung der Hauptlager und die Lösung des Problems sind in der Literatur gut dokumentiert. Die 1973 Roadster wurden mit dem neu eingeführten 828ccm Motor ausgestattet und im Jahr 1975 gab es größere Veränderungen einschließlich elektrischem Anlasser, Vernier Isolastic Einstellung, linksseitiger Schaltung und einer hinteren Scheibenbremse.


Hi-Rider, 750ccm Motor, gebaut 1971 - 1973. Mit 850ccm Motor gebaut 1973 - 1975

Ein weiteres ungewöhnliches Design, wie die "S", welche auf den amerikanischen Exportmarkt abzielte. Sie hatte eine herkömmliche Auspuffanlage aber einen Hochlenker zusammen mit einem hinten hochgezogenen Sitz und einer Sissy-Bar.


Interstate, 750ccm Motor, gebaut 1972 - 1973. Mit 850ccm Motor gebaut 1973 - 1975

Die 745ccm Interstate erschien erstmals im Jahr 1972, mit dem "heissen" 745ccm Combat-Motor, zusammen mit einer kurzen Übersetzung ergab dies hervorragende Beschleunigungswerte, aber die Zuverlässigkeit war nicht Ihre starke Seite. Die Interstate ist wohl die meistverkaufte aller Commando Varianten. Die 828ccm Version wurde 1973 eingeführt, mit einem niedrigeren Verdichtungsverhältnis und besserer Abstimmung als die bisherigen 745ccm Maschinen mit Combat Motor. Der Motor behielt den Hub von 89mm, die Bohrung wurde aber auf 77mm erweitert. Dies bedeutete dass die Zylinder ein anderes Aussehen erhielten, da der untere Flansch und die Haltebolzen mit Muttern durch Zylinderschrauben mit Bolzen ersetzt wurden, so dass der Zylinderkopf nun zuerst entfernt werden musste. Ein weiteres Merkmal des größeren Motors war die Verstärkung des Getriebegehäuses um das Lager. Der wesentliche Unterschied zu der Roadster war der 24 Liter Tank. Diese waren bei frühen Interstates noch aus Fiberglass gemacht, später dann aus Stahl, um den britischen Gesetzen zu entsprechen. Seine Kapazität wurde später in der MkllA auf 20 Liter reduziert.


Interpol, 750ccm Motor, gebaut 1970 - 1973. Mit 850ccm Motor gebaut 1973 - 1976

Von Neale Shilton speziell für die englische- und die Polizei der Exportmärkte entworfen, war die Interpol ein Modell, das um ein Haar nicht produziert wurde. Dennoch war sie das am längsten produzierte Commando Modell. Es wurde 1969 vorgestellt und von 1970 bis Ende 1976 produziert. Basierend auf den Standardmaschinen mit einigen speziellen Teilen, wurde der weisse Anstrich und zusätzliche Ausrüstung für die Polizei, einschließlich Verkleidung, Tank, Sitz, Lichtanlage und Hupe ihr Markenzeichen. Im September 1975 wurde die letzte Form vorgestellt, welche bis zur Einstellung des Modells im Jahr 1976 beibehalten wurde.


John Player Norton, Motor 850ccm, gebaut 1974 - 1975

Die John Player Norton wurde in begrenzter Anzahl über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren produziert, und rund 200 Maschinen wurden in dieser Zeit hergestellt. Sie übernahm Ihr Styling und Ihren Namen von den erfolgreichen Werks- Rennmaschinen, die von dem bekannten Tabakunternehmen gesponsert wurden. Obwohl sie super schnell aussieht mit ihrer Renn-Verkleidung, Doppelscheinwerfer, zurückverlegter Fussrastenanlage und Solo Sitz: Unter der Verkleidung werkelt ein ganz normaler Standard Commando Motor. Dies veranlasste einen unfreundlichen Zeitgenossen zur Aussage, dass die JPN ein Schaf im Wolfspelz sei. Für Kunden, die wirklich Rennen fahren wollten, hatte die Fabrik eine sehr kleine Zahl von 750 ccm Ready-to-Race Kurzhub Motoren, mit einer 77mm Bohrung und einem Hub von 80.4mm. JPN mit diesem Motor sind noch seltener als die schon seltenen John Player Norton mit normalem 850 ccm Motor. Da es weit mehr Menschen gab, welche sich für die JPN begeistertern, als dass Maschinen zur Verfügung standen, ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass viele alles unternommen haben, um ihre Standard Commando durch die Montage der leicht verfügbaren Spezial Teile in eine JPN zu konvertieren. Das Ergebnis davon ist, dass es wahrscheinlich mehr Kopien als Echte JPN gibt.


Mklll Electric Start, 850ccm Motor, gebaut 1975 - 1978

Es gab zahlreiche Änderungen als die Mklll im Jahr 1975 eingeführt wurde: Eine hintere Scheibenbremse, die vordere Scheibenbremse wurde auf die linke Seite verlegt. Ein elektrischer Anlasser befand sich auf der Rückseite des Primärantriebs und das Schalt-und Bremspedal wurden vertauscht, um den amerikanischen Importbestimmungen gerecht zu werden. Vernier Einsteller des Isolastic Systems wurden endlich genutzt, nachdem diese ursprünglichen 1967 entwickelt, aber nicht in die Produktion übernommen wurden. Die Produktion wurde im Jahr 1977 eingestellt, obwohl noch eine kleine Charge im Jahr 1978 zusammengestellt wurde.